Stresserkrankung: Angst und Panik-Störungen (BFG)

Unser Leben wird u.a. auch durch multimedialer Informationsverarbeitung immer komplexer und in unserer Gesellschaft gestalten sich zwischenmenschliche Beziehungen zunehmend schwieriger. Fortgesetzt werden in unserem Berufsleben immer neue Aufgaben an uns herangetragen. Hierdurch entstehen oft Situationen, in denen der einzelne Mitarbeiter nicht mehr weiter weiss. Er fühlt sich möglicherweise gestresst, erschöpft und im Extremfall niedergeschlagen, kann sich nicht mehr konzentrieren, entwickelt in der Folge häufig Ängste und fühlt sich körperlich beeinträchtigt. Was zunächst wie eine bloße Überlastung aussieht, kann sich zu einer ernsten Angst-Erkrankung entwickeln.

 Gesundheitsberatung: Verringerung der Risiken zur Entwicklung einer krankheitswertigen Angststörung

Beratungsphase 1: Erklärung des Angstmodells

Es wird dargestellt, dass ein Angstgefühl ein normales und sinnvolles Gefühl ist. Angst, kann aber ebenfalls in Situationen auftreten, in denen dieses Gefühl unerklärlich erscheint. Betroffene schildern dann Gefühle dieser wahrgenommenen unerklärlichen Angst hilflos ausgesetzt zu sein. Daher muss im Vorbeugungstraining zunächst darüber informiert werden, wie sich körperliche Angstsymptome psychologisch erklären lassen und was dabei konkret passiert. Es wird zusätzlich der Bezug zum Thema beruflichen oder privatem Stress hergestellt. Typischerweise kommt es zu starken körperlichen Reaktionen und Gedanken sowie starken Gefühlen und zu einer angsttypischem Verhalten. Im Training wird mit dem Mitarbeiter ein individuelles Stressmodell erarbeitet, um die mögliche Entstehung von Angstgefühlen besser zu verstehen. Ziel ist es hierbei, das Verständnis des Mitarbeiters zu fördern und zu vermitteln, dass Angstgefühle meist nicht nur eine Ursache haben. Häufig ist das Ausmass langandauernden beruflichen oder privaten Stresserlebens entscheidend und begünstigt die Entstehung einer ernsten Angststörung.

Beratungsphase 2: Vorbeugung durch kognitives Verhaltenstraining

In der Vorbeugeberatung wird gemeinsam mit dem Mitarbeiter nach möglichen individuellen potentiellen Auslösern für Ängste gesucht. Dabei können Stresstagebücher zum Einsatz kommen, wobei stressbesetzte Situationen protokolliert werden sollen, um das Risiko der Entwicklung einer krankheitswertigen Angststörung zu verhindern. Daraus wird das Teufelskreismodell eines Angstprozesses dargestellt, in dem neben Gedanken, und Gefühlen auch körperliche Symptome, sowie typische Reaktionsmuster integriert werden. Der Mitarbeiter soll dafür sensibilisiert werden, dass bei einer Angstsymptomatik, die darauf ausgerichtete Wahrnehmung, die Angstsymptome fortgesetzt aufschaukelnd weiter verstärkt (bis zuletzt eine Angst vor der Angst entsteht). Ziel dieser Beratung ist es, es es gar nicht zu diesem Teufelskreis kommen zu lassen.

Beratungsphase 3: Verhaltenweise bei Angstgefühlen

Im Vorbeugetraining zur Verhinderung einer Angst-Erkrankung werden mit den ratsuchenden Mitarbeiter Selbsterkenntnisprozeduren und Entspannungsprozeduren eingesetzt und gezielte Massnahmen zur Reduzierung des eigenen Angstniveau erlernt. Um Einflussfaktoren, die die Entwicklung einer Angst-Erkrankungen begünstigen können, wie ein hohes Stressniveau, bestimmte individuelle Persönlichkeitsmerkmale (wie z.B. hoher Leistungsanspruch, Perfektionismus etc.) zu bearbeiten, wird zusätzlich das Training von Konflikt- und Problemlösestrategien im Rahmen eines psychologisches Selbstmanagement, der Umgang mit Stress  sowie die Steigerung der allgemeinen Genussfähigkeit trainiert.

Unsere Beratungsprogramme dienen der Gesundheits-Erhaltung für leistungsstarke und gesunde Mitarbeiter.