Stresserkrankung: Burn-Out-Syndrom (BFG)

Verschiedene Arbeitsbedingungen wie Angst von Arbeitsplatzverlust, schlechtes Betriebsklima und verschiedene psychomentale Belastungen wie Unter- oder Überforderung, Leistungs- und Zeitdruck sind Voraussetzungen, die zu der Entstehung eines Burn-Out-Syndrom führen können. Hinzu kommt die individuelle persönliche Verhaltensweise eine Menschens und die Denkgewohnheiten sowie eine möglicherweise überhöhte Einstellungen an die eigene Leistungsfähigkeit die diese Störung in ihrer Entwicklung begünstigt. 

Gerade leistungsstarke Menschen mit einem sehr hohen Anspruch an sich selbst sind besonders gefährdet.

Wichtig ist es zu erkennen, dass das totale Ausbrennen nie über Nacht kommt. Das Burn-out-Syndrom kommt vielmehr unauffällig und verläuft häufig schleichend, über mehrere Monate und Jahre hinweg. Erste Anzeichen sind häufig Konzentrationsschwächen und Müdigkeit. In fortgeschrittenem Stadium treten psychosomatische Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Schlafprobleme, Herzrasen und Tinnitus auf. Ist die Störung ersteinmal ausgebrochen kommt man alleine nicht mehr aus diesem Loch heraus. Professionelle Hilfe – etwa von einem ambulanten Psychotherapeuten oder in einer Spezialklinik – ist dann häufig die einzige Lösung "wieder normal zu werden".

 Gesundheitsberatung: Verringerung der Risiken zur Entwicklung eines Burn-out-Syndrom

Beratungsphase 1: Erklärung des Burn-out-Syndrom

Als ein Burn-out-Syndrom bezeichnet man einen extremen Erschöpfungszustand, ein seelisches "Ausgebrannt" sein, bis hin zur völligen Kraftlosigkeit. Wir erklären die Symptome und deren Auslösesituationen, da diese vor allem im Arbeitskontext auftreten und Menschen treffen können, die sich über die normalen Maßen hinaus in ihrem Arbeitsleben engagiert haben. Oft sind dies Führungskräfte und Leistungsträger in Unternehmen. Betroffene schildern dann Gefühle dieser wahrgenommenen Erschöpfungszustand hilflos ausgesetzt zu sein. Daher muss im Vorbeugungstraining zunächst darüber informiert werden, wie und unter welchen Bedingungen sich ein Burn-Out-Syndrom entwickeln kann und was dabei konkret passiert. Im der Beratung wird der Bezug zum beruflichem Stress und privatem privatem Stress hergestellt.

Beratungsphase 2: Vorbeugung durch kognitives Verhaltenstraining

In der Vorbeugeberatung wird gemeinsam mit dem Mitarbeiter nach möglichen individuellen potentiellen Verhalten die eine Burn-out-Erkrankung begünstigen könnten gesucht. Dabei können Stresstagebücher zum Einsatz kommen, wobei für den Mitarbeiter wahrgenommene stressbesetzte Situationen protokolliert werden sollen. Der Mitarbeiter soll dafür sensibilisiert werden, erste eigene Smptome zu erkennen und das Risiko verringern bei einer schleichend beginnenden Burn-out-Symptomatik eine ernsthafte Erkrankung zu entwickeln.

Beratungsphase 3: Verhaltenweise bei ersten deutlichen Erschöpfungszuständen

Auch im Vorbeugetraining zur Verhinderung einer Burn-out-Erkrankung werden mit den ratsuchenden Mitarbeiter Entspannungsprozeduren eingesetzt und gezielte Übungen erlernt. Um Einflussfaktoren, die die Entwicklung einer Burn-out-Erkrankung begünstigen können, wie ein hohes Stressniveau, bestimmte individuelle Persönlichkeitsmerkmale (wie z.B. hoher Leistungsanspruch, Perfektionismus etc.) zu bearbeiten, wird zusätzlich das Training von Konflikt- und Problemlösestrategien im Rahmen eines psychologisches Selbstmanagement, der Umgang mit Stress  sowie die Steigerung der allgemeinen Genussfähigkeit trainiert.

Die UPVZ-Beratungsprogramme dienen der Gesundheits-Erhaltung für leistungsstarke und gesunde Mitarbeiter.